Author Archives: Alfred Melchert

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„Letzte Chance für’s Christkind“ oder „Kunst auf den letzten Drücker“

Jo, der Mastermind von Kunstnetz Wien hat gerufen und 24(!) Künstler – allen voran seine Ewa – sind diesem Ruf gefolgt und haben Werke spontan zur Verfügung gestellt.

X-MAS ART SALE

Die Bilder, die zu einem stark vergünstigten Preis angeboten werden, sind ab sofort zu bestaunen, der Verkaufserlös kommt der „Gruft“ zugute.

Noch lebt die Chance, ein Kunstwerk weit unter seinem üblichen Verkaufspreis zu ergattern und damit vom Schicksal wenig verwöhnten Menschen zu helfen. Und das Beste: bis knapp vor der Bescherung kann man zuschlagen! Nämlich bis 23.12., 21:00 Uhr! Dann ist Schluss!

Hat man sein Wunschbild schon erkoren, sollte man es sich sofort sichern – jeder Künstler durfte nämlich nur zwei Bilder einbringen!

Also: Letzte Möglichkeit auf gute Kunst unterm Lichterbaum!

 

 

 

 


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Viennacontemporary

22. bis 25.09.2016

 

Was man schon immer über zeitgenössische Kunst wissen wollte – hier erfuhr man es. Zumindest den österreichischen und ein wenig auch den europäischen Ansatz. Schwerpunkt bildete die heimische Kunstszene, verstärkt durch nord- und osteuropäische Vertreter. Österreichische Weltstars wie Rainer, Helnwein oder Lassnig suchte man vergeblich. Ein einsamer Nitsch und ein paar geniale Skulpturen von Wurm hatten Wiedererkennungswert. Ein Highligt aus der Championsliga der Kunst bildeten die farbenfrohen Acrylbilder des Isländers Erró. Neben etablierten Künstlern entdeckte man eine Handvoll emerging artists, die ihren Weg an die Spitze noch vor sich haben. Mit Gespür für das Wesen eines guten Werks und ein Auge für das Außergewöhnliche ließ sich einiges finden, in das zu investieren es sich lohnt.

Man war gut beraten, seine Tour d’art auf zwei Tage aufzuteilen, zu sehr erschlägt die Menge. Es scheint, als ob Wien überquillt und gar nicht aufhören will, Kunst auszuspucken. Es braucht Zeit um zu verdauen und zu filtern. Das Wesentliche wird hängen bleiben.

Der Ort des Geschehens, die alte Marx-Halle, versprüht den Charme des Fin de Siècle, als die bildenden Künste zum größten Entwicklungssprung seit der Renaissance ansetzten. Als Location gut gewählt, um Werke und Betrachter mit dieser Aufbruchsstimmung zu segnen.

 

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“just water”

Und wieder eine Ausstellung in der alten Schieberkammer.

Bis 13.08. kann man die Ausstellung „just water“ im historischen Gebäude besuchen. 18 Künstler der Berufsvereinigung der bildenden Künste Österreichs stellen ihren persönlichen Bezug zum Wasser zur Schau. Die Ausdrucksmittel reichen von abstrakt bis realistisch – in verschiedenen Nuancen. Daneben auch Dreidimensionales. Blau dominiert, das Farbspektrum wird überraschenderweise ausgereizt. Bemerkenswert ist die Interpretation einiger Exponate, denen man den Konnex zum Flüssigen nicht immer ansieht. Eine Erweiterung des Horizonts ergibt sich allemal.

Alles in allem eine sehenswerte Schau mit dem einen oder anderen Highlight.


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“Chubby Women” im MQ

Was uns Niki de Saint Phalle und Fernando Botero immer schon wissen lassen wollten: Dick ist schick! Der chinesische Künstler Xu Hongfei zeigt uns mit seinen “Chubby Women”, dass auch das Reich der Mitte fröhliche Mollige zu bieten hat. In einer Wanderausstellung, die derzeit in Wien Station macht, präsentiert er Skulpturen, die Alltagssituationen zum Thema haben sollen. Ganz kann man es ihm nicht abnehmen, wirken die dargestellten Frauen doch zu künstlich, zu grotesk. Aber Xu Hongfei   versteht sein Handwerk und schafft Stimmung, die ansteckt. Die Besucher werden zum Mitmachen, zum Imitieren der Posen animiert und lassen sich von der naiven Heiterkeit mitreißen. Man könnte meinen, einen chinesischen Kumpf vor sich zu haben. Xu Hongfei zelebriert die Schönheit des weiblichen Körpers, die Massigkeit erscheint fast normal, die Frauen trotzen der Schwerkraft und schweben manchmal fast gewichtslos über den Asphaltboden oder die Wasseroberfläche. Der Künstler setzt einen massiven Kontrapunkt zu Magermodels und Hungerhaken und lässt diese wie unnatürliche Schöpfungen erscheinen. Alles in allem eine gelungene Bereicherung der sommerlichen Kunstszene, die man schnell noch besuchen sollte (bis 10.08.!).

 

– alfreath –