Author Archives: Brigitte Lichtenhofer-Wagner

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KUB Kunsthaus Bregenz

Category : Ausstellung , Blog

Ausstellung im Kunsthaus Bregenz KUB

Adrian Villar Rojas “The Theater of Disappearance”
12.5. – 27.8.2017

»Adrián Villar Rojas beschert uns mit ›The Theater of Disappearance‹ zum 20-jährigen Jubiläum im Sommer eine der eindrücklichsten und aufwendigsten Ausstellungen der KUB Geschichte.«

Thomas D. Trummer

Das Erdgeschoss bietet der Ausstellung von Adrián Villar Rojas eine vollkommen leere Bühne. Sogar der Kassentresen wurde für diese Ausstellung entfernt. Durch die Fenster strömt farbiges Licht. (Szenen und Collagen aus dem Liebesfilm 2046 von Wong Kar-Wai, schemenhaft erkennt man Hochhäuser und Straßenschluchten)  Auf dem Boden ist die enorme, unüberblickbare Vergrößerung eines Bildes – die Darstellung des Gemäldes Madonna del Parto (1450—1475) von Piero della Francesca – ausgespannt.

Das erste Geschoss des Kunsthaus Bregenz ist verdunkelt. Von der Decke hängen Pflanzen. Die gesamte Bodenfläche ist mit braunen Marmorplatten bedeckt. Die versteinerten Fossilien in den Platten wurden sorgfältig in Handarbeit freigelegt und sichtbar gemacht; rundliche Schneckenformen von Ammoniten sind zu erkennen, daneben langstielige Urwesen und Planktontiere. Am Anfang war ich verunsichert – darf ich daraufsteigen, oder muss ich mich akrobatisch durch den Raum bewegen?

Das zweite Obergeschoss ist ebenfalls verdunkelt. In der Mitte befindet sich eine überdimensionale Kopie von Picassos Guernica (1937). Villar Rojas versieht das weltbekannte Gemälde mit einer Feuerleiste, die an seiner Unterseite züngelt. In der Mitte hängt ein Eisenkorb von der Decke. Villar Rojas bezeichnet ihn als »Lüster«. Der Mensch ist in der Welt und mit ihm das Schlachten und die Gewalt.

               

Im obersten Geschoss ändert sich die Stimmung. Der gesamte Raum ist in hygienischem Weiß gehalten. Auf einer vierteiligen Rampe thronen die Beine des David (1501—1504) von Michelangelo. Der erzählerische Bogen zur im Erdgeschoss verbildlichten Renaissance schließt sich hier.

Der Mensch, der in die Welt gekommen ist, ist im Olymp, im platonischen Himmel des Ideals angelangt. Die Erde hat er zurückgelassen. Der Kreis schließt sich: Geburt – Tod – Auferstehung. Wiedergeburt?

Diese Ausstellung hat mich sehr berührt. Ein “Welttheater” in dem man die Räume, die einzelnen Akte des Theaters, assoziativ und mit allen Sinnen auf sich wirken lassen kann.


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Georgia O’Keeffe – Ausstellung im Kunstforum Wien

Ausstellung im Kunstforum Wien   

https://www.kunstforumwien.at/de/austellungen/Hauptausstellungen/234/georgia-okeeffe

Georgia O’Keeffe

„Ich fand, dass ich mit Farbe und Formen Dinge sagen konnte, die ich auf keine andere Weise sagen konnte“ (zit. Georgia O’Keeffe)

Mit Gemälden von Blumen, Tierschädeln, aber auch Naturstudien und Ansichten von New York City hat Georgia O‘Keeffe (1887 – 1986) Kunstgeschichte geschrieben. Sie setzte sich als Vorreiterin in einer damals noch von Männern dominierten Kunstwelt durch und gilt heute als „Mutter der amerikanischen Moderne“. Diese Ausstellung bietet die seltene Gelegenheit, einen umfassenden Einblick in O’Keeffes Schaffen zu erhalten – sowohl weniger bekannte frühe Arbeiten als auch das Spätwerk der 1970er Jahre.

Einige Stunden war ich in einer Welt voller Farben und exotischer Formen gefangen – ich war und bin von dieser starken Frau und ihren Kunstwerken begeistert! –

diese Ausstellung kann ich nur empfehlen! (bis 26.3.2017 zu besichtigen)


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Albertina-Museum

Category : Ausstellung , Kunst

Das Albertina Museum entführt uns in luftige Höhen :). Mehr Details zu JOAN MIROS Bild VÖGEL UND INSEKTEN erfahrt Ihr in dem #‎videooftheweek‬!
https://vimeo.com/116155711
Zu sehen ist Miros Meisterwerk in ‪#‎MonetbisPicasso‬.

Joan Miró | Vögel und Insekten – Birds and Insects | 1938 | © Bildrecht, Wien 2015 | Albertina, Wien – Sammlung Batliner


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Ausstellung “Augen-Blicke” im Museum Liaunig, Neuhaus

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Umgeben von Bergen, Feldern, Wiesen und Wäldern liegt das Museum Liaunig etwas außerhalb des kleinen Ortes Neuhaus/Suha in Kärnten. Der leidenschaftliche Unternehmer und Kunstsammler hat auf einem Hügel an der kurvigen Bleiburger Straße ein Museum errichtet, nicht nur um für seine gesammelten Kunstwerke eine Bleibe zu finden, sondern auch um die fortlaufend erweiterte, durch Beispiele der klassischen Moderne und wichtige Werke international bedeutender Künstler und Künstlerinnen maßgeblich ergänzte Kollektion der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Das von den Wiener Architekten querkraft entworfene Projekt und 2008 eröffnete Kunstmuseum wurde auf Anhieb zu einem Highlight in der internationalen Museumsszene.

Der Titel der dzt. Ausstellung “Augen-Blicke” enthält die Aufforderung ein Kunstwerk mehrmals auf sich einwirken zu lassen und ebenso den Appell an genaues, gleichsam scharfes, möglicherweise sogar analytisches Hinsehen. Rund 180 Werke  –  Museumsbestände, die erstmals gezeigt werden – können betrachtet werden. Man braucht viel Zeit dazu, aber es lohnt sich. Betritt man, am Schaudepot vorbei, den großen Ausstellungsraum, fällt einem sofort ein 1978 von Markus Prachensky gemaltes Großformat (ca. 3 x 5 m) auf und geht man weiter trifft man auf Werke wie z.B. von Josef Mikl, Max Weiler, Wolfgang Hollegha, Karel Appel, Hubert Scheibl (mein Favorit!) etc….

Stundenlang habe ich zwischen den großartigen Werken bedeutender Künstler verbracht, begeistert von einem Martin Schnur bis zu den Zeichnungen von Franz Graf, Hannes Mlenek und den geometrischen Werken von Ester Stocker, bis ich letztendlich immer wieder beim großformatigen Bild “das ist eine sehr schöne Zeichnung, Dave..” von Hubert Scheibl gelandet bin.

Der Ausflug hat sich gelohnt und ich kann nur jedem empfehlen, der sich für Kunst und Architektur begeistert, das Museum zu besuchen.