Viennacontemporary

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Viennacontemporary

22. bis 25.09.2016

 

Was man schon immer über zeitgenössische Kunst wissen wollte – hier erfuhr man es. Zumindest den österreichischen und ein wenig auch den europäischen Ansatz. Schwerpunkt bildete die heimische Kunstszene, verstärkt durch nord- und osteuropäische Vertreter. Österreichische Weltstars wie Rainer, Helnwein oder Lassnig suchte man vergeblich. Ein einsamer Nitsch und ein paar geniale Skulpturen von Wurm hatten Wiedererkennungswert. Ein Highligt aus der Championsliga der Kunst bildeten die farbenfrohen Acrylbilder des Isländers Erró. Neben etablierten Künstlern entdeckte man eine Handvoll emerging artists, die ihren Weg an die Spitze noch vor sich haben. Mit Gespür für das Wesen eines guten Werks und ein Auge für das Außergewöhnliche ließ sich einiges finden, in das zu investieren es sich lohnt.

Man war gut beraten, seine Tour d’art auf zwei Tage aufzuteilen, zu sehr erschlägt die Menge. Es scheint, als ob Wien überquillt und gar nicht aufhören will, Kunst auszuspucken. Es braucht Zeit um zu verdauen und zu filtern. Das Wesentliche wird hängen bleiben.

Der Ort des Geschehens, die alte Marx-Halle, versprüht den Charme des Fin de Siècle, als die bildenden Künste zum größten Entwicklungssprung seit der Renaissance ansetzten. Als Location gut gewählt, um Werke und Betrachter mit dieser Aufbruchsstimmung zu segnen.

 

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